Wie du deine Markenfarben auf der Website gezielt einsetzt
Einleitung
Farben im Webdesign sind mehr als Dekoration – sie prägen den Eindruck deiner Marke, lenken Blicke und beeinflussen, ob Besucher bleiben oder gehen.
Deine Website ist online, die Inhalte stehen – aber etwas fehlt: Wiedererkennung, Klarheit, Professionalität. Oft liegt das daran, dass die Markenfarben zwar irgendwo vorkommen, aber nicht gezielt und strategisch eingesetzt werden.
Farben sind mehr als Dekoration. Sie transportieren Stimmung, Vertrauen – und prägen deine Marke im Kopf deiner Besucher. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Markenfarben auf der Website richtig einsetzt, welche Fehler du vermeiden solltest – und wie du mit einfachen Prinzipien ein stimmiges, wirkungsvolles Farbsystem gestaltest.
Warum Markenfarben wichtig sind
Farben sind ein zentraler Teil deiner visuellen Identität. Sie beeinflussen, wie du wahrgenommen wirst – bewusst und unbewusst.
Ein konsistentes Farbsystem:
- erhöht den Wiedererkennungswert
- vermittelt Professionalität und Vertrauen
- strukturiert Inhalte visuell
- stärkt deine Marke langfristig
Wichtig ist nicht nur „welche Farbe“, sondern wo, wie oft und wofür du sie nutzt.
Die 3 Farbrollen im Webdesign
1. Primärfarbe (Markenfarbe)
Deine Hauptfarbe – sie dominiert das visuelle Erscheinungsbild.
Einsatzbereiche:
- Logo
- Buttons
- Icons
- Headlines
- Hervorhebungen (z. B. Preis oder Leistung)
Beispiel: Rot bei Saraci-Design → für Akzente, Buttons und aktive Elemente
2. Sekundärfarbe(n)
Ergänzende Farben – meist für Kontraste, Unterscheidung oder visuelle Tiefe.
Einsatzbereiche:
- Hintergrundbereiche (z. B. Fußzeile, Infoboxen)
- Hover-Effekte
- Trennung von Content-Abschnitten
Tipp: Weniger ist mehr. 1–2 Sekundärfarben reichen oft völlig aus.
3. Neutralfarben
Meist Graustufen, Weiß, Schwarz – sie sorgen für Lesbarkeit und Klarheit.
Einsatzbereiche:
- Fließtext
- Hintergründe
- Rahmen, Linien, Abstandselemente
Sie geben deiner Seite Ruhe, Struktur und Ausgewogenheit.
So setzt du deine Farben gezielt ein
1. Verwende deine Hauptfarbe für Handlungen
Die Primärfarbe sollte vor allem bei Call-to-Actions (Buttons, Links, Formulare) vorkommen – sie zeigt: Hier geht’s weiter.
Beispiel:
– Button: „Jetzt Angebot anfordern“ → in Markenfarbe
– Link-Hover-Effekt → Markenfarbe
2. Nutze Farben zur Strukturierung
Verwende Farben, um:
- Abschnitte visuell zu trennen
- Sektionen hervorzuheben (z. B. Kundenmeinungen, Preisboxen)
- Lesefluss zu erleichtern
Achte darauf, dass die Farben nicht beliebig wechseln – sonst wirkt die Seite unruhig.
3. Achte auf Kontraste & Lesbarkeit
Helle Schrift auf hellem Hintergrund? Dunkle Farbe auf dunkler Fläche? Bitte nicht.
Teste deine Farbkombis auf:
- Kontrastverhältnis (mind. 4.5:1 bei Fließtext)
- mobile Darstellung
- Barrierefreiheit (z. B. mit contrast-ratio.com)
4. Bleibe konsequent
Einmal festgelegt, sollten Farben immer gleich eingesetzt werden:
- Button = gleiche Farbe, gleiche Form
- Linkfarbe = konsistent im ganzen Text
- Sektionen = wiederkehrende Farbzuweisung
So entsteht Wiedererkennung und Professionalität.
Häufige Fehler bei Farbeinsatz
Zu viele Farben – wirkt unruhig und beliebig
Keine klare Farbzuweisung – Nutzer wissen nicht, was klickbar ist
Geringer Kontrast – Inhalte sind schwer lesbar
Farben nur „optisch schön“ statt funktional gewählt
Branding-Farben fehlen ganz – wirkt austauschbar
Praxis-Tipp: Markenfarben testen vor dem Livegang
Bevor du deine Farbkombination veröffentlichst, teste sie auf echten Nutzern oder im Team:
- Wirkt die Seite ruhig oder überladen?
- Werden Buttons als klickbar erkannt?
- Ist der Kontrast für alle Elemente ausreichend – auch mobil?
Tools wie contrast-ratio.com helfen dir, Barrierefreiheit zu prüfen und deine Markenfarben auf der Website professionell zu gestalten.
Fazit: Farben sind Funktion, nicht Dekoration
Deine Markenfarben machen deine Website nicht nur schöner – sie machen sie verständlicher, klarer und professioneller.
Farben im Webdesign entscheiden nicht nur über Ästhetik, sondern über Vertrauen, Struktur und Nutzerverhalten.
Wenn du deine Farben gezielt einsetzt – mit Wiederholung, Kontrast und Struktur –, stärkst du nicht nur dein Design, sondern auch deine Marke und deine Conversionrate.
Farben im Webdesign sind kein Zufall, sondern Strategie. Wer bewusst mit Primär-, Sekundär- und Neutralfarben arbeitet, schafft nicht nur ein ansprechendes Design, sondern auch klare Orientierung und Markenbindung. Nimm dir die Zeit, dein Farbsystem regelmäßig zu prüfen und zu optimieren – es lohnt sich.
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